Bei Ravelry gibt es eine Gruppe mit dem Namen Travelling Scarves. Die Idee dabei: in einem Team von 12 Leuten strickt jeder den Anfang eines Schals. Dieser Anfang wird weitergeschickt an den nächsten im Ring. Der strickt wieder ein Stück dran, schickt es zum nächsten, und so weiter, bis jeder der 12 Schals bei jedem der 12 Teilnehmer war und aus 12 ganz unterschiedlichen Segmenten besteht. Das ist schon eine spannende Sache – und oben auf dem Bild (draufklicken für die volle Größe!) sieht man meinen Schal, der durch ganz Europa gereist ist. Deutschland, Irland, Großbritannien, Spanien, Portugal und Finnland waren mit dabei, wenn ich jetzt nichts vergessen habe. Im Moment überlege ich noch, ob ich die ganzen Schildchen abmache und die Fäden vernähe, damit er auch als Schal tragbar wird, oder ob ich ihn nicht einfach so lasse und als Kunstwerk aufhänge.
Tipp: wer auch mal an so etwas teilnimmt, und hinterher einen etwas “homogeneren” und “tragbareren” Schal haben möchte: ich hatte jetzt schon zwei Schals in der Hand, die längs gestrickt waren. Das sieht total super aus, und sollte ich noch mal teilnehmen, werde ich das auch so machen.
… es wohnt in Afrika das Gnu; es wohnt der Säufer in Delirien, in meinem Herzen …
Weil’s so schön war gibt es heute im Fabricanten gleich noch eine Karte zum Valentinstag. Genau das richtige Modell für alle, denen es wirklich ernst mit der Liebe ist, denn dieses Herz ist anatomisch korrekt. Nun ja, so weit das für ein zweidimensionales Herz halt möglich ist. Die Vorlage zum Ausdrucken auf rotes oder rosa Papier gibt’s gratis bei der cheeky magpie, und dort sind auch noch zahlreiche andere Gestaltungsvorschläge zu bewundern!
Tipps:
- Beim ersten Versuch habe ich auf rotes 80g-Papier gedruckt, also die ganz normale Druckerpapierstärke. Das war leichter auszuschneiden, aber bei den fisseligen Anhängen muss man um die schwarze Linie herumschneiden, und die scheint nachher durch das relativ dünne Papier schon durch. Darum ist es besser, festeres Papier zu nehmen. Das auf dem Bild hat so etwa Fotokartonstärke.
- Zum Ausschneiden ist vermutlich ein richtiges Bastelmesser auf einer passenden Unterlage besser geeignet. Ich hatte jetzt gerade nur eine Schere zur Hand, die das dicke Papier nicht so schön schneidet. Die Kanten sehen nicht so besonders sauber aus.
- An der Stelle, wo gefaltet wird, sollte man bei dem dicken Papier besser vorher einmal mit dem Lineal und einem scharfen Gegenstand entlangritzen. Nicht ganz durch, nur ein bisschen anritzen. Dann wird der Knick sauberer.
Es steht ja nun der Valentinstag kurz bevor. Eine Veranstaltung, die ich bisher nie mitgemacht habe, zumindest nicht, soweit ich mich erinnern kann. Und ich habe auch durchaus nicht vor, dieses Jahr zum Umsatz der Blumen-, Pralinen- und/oder Geschenkartikel-Industrie beizutragen oder durch meine bessere Hälfte beitragen zu lassen. Trotzdem gibt’s heute eine Valentinstagskarte im kleinen Fabricanten, einfach weil mir danach war, mal wieder ein Elfchen zu schreiben, und es in kitschiger Form optisch auf einer Karte umzusetzen. Ich glaube, das mit dem Kitsch hab ich geschafft. Und das Gedicht gefällt mir sogar, wenn ich ehrlich bin
Außerdem, und da will ich jetzt mal ehrlich sein, ist das eine Antwort auf die Herausforderung in diesem Blog. Wie oben schon dransteht, ist Widerstand zwecklos, also habe ich mich zu diesem Beitrag breitgeschlagen. Machen Sie doch auch mit! Anleitung steht dort. Bin schon gespannt, wer meinen Beitrag in der Sparte Kitsch as Kitsch can noch toppt!