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Kategorie: Handarbeiten

Zeit für Kitsch: Herzen zum Valentinstag

herzen-zum-valentinstag
Gestickte Herzen – Foto & Anleitung aus dem Blog maggie makes, mit freundlicher Genehmigung.

 

Es wird Zeit, die Kitschsensoren zu aktivieren und die Romantikfühler auszustrecken – der Valentinstag naht!

Ok, zugegeben, ich bin kein Freund der verordneten Gedenk- und Geschenktage. Aber man kann sowas doch nutzen, um mal ungehemmt die rosarote Brille aufzusetzen und im Herzigschönen zu schwelgen, oder? Ich habe jedenfalls vor, mich in rosa Schleifen, niedlichen Herzen und ähnlichem zu wälzen. Digital zumindest.

Wobei… allzu plüschig und rosa darf es auch nicht sein, versuchen wir mal einen Mittelweg.

Herzig, aber trotzdem schön finde ich zum Beispiel diese Herzen, auf rustikalem Stoff und mit rot und weiß bestickt. Gestaltet hat sie die Macherin des Blogs maggie makes, und eine Beschreibung, wie man sie stickt, gibt’s dort auch. Halt auf Englisch, aber mit vielen Bildern. Und wer selbst stickt, wird wahrscheinlich gar keine Anleitung dafür brauchen.

Hach, Herzen sind doch was schönes. Mein Favorit ist allerdings nach wie vor die Herz-Karte zum Valentinstag, die ich letztes Jahr gefunden habe. Beides irgendwie schön, jedes auf seine Art.

 



Spinnen mit der Handspindel

Spinnen mit der Handspindel

 

Als ich mit dem Spinnen begonnen habe, war das mit einem Einsteigerset, bestehend aus Handspindel und 100g Spinnfasern, die ich mir für wenig Geld bei eBay geschossen hatte. Ich kannte niemanden, der mir das Spinnen hätte persönlich beibringen können, die hiesige Volkshochschule kriegt kaum einen Sockenstrickkurs zustande, vom Spinnen wage ich da gar nicht zu träumen, und ein Spinnrad auf gut Glück zu kaufen, ohne zu wissen, ob mir das überhaupt Spaß machen würde, war mir zu riskant.

Da stand ich also, mit meiner Handspindel und der Wolle. Eine kurze Anleitung war auch dabei. Also wacker ans Werk!

Wirklich gut funktionierte es nicht. Nach einer Weile produzierte ich zwar dicke Wollwürste, aber irgendwie drehte sich die Spindel immer nur dreimal, bevor sie wieder stehen blieb und der Faden riss. Die Lust am Spinnen mit der Handspindel habe ich dabei jedenfalls relativ schnell verloren.

Ich weiß nicht genau, was das Problem war. Dass ich eine Anfängerin war, dass ich irgendwas falsch machte, dass die Spindel nichts taugte? Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Aber als ich dann – ebenfalls bei ebay – ein Louet S10 für relativ günstiges Geld sah, schlug ich kurzerhand zu.

Wieder hatte ich niemanden, der mir gezeigt hätte, wie das mit dem Spinnrad funktioniert, aber immerhin hatte ich inzwischen ein paar wenige Videos im Netz gefunden. Am ersten Abend allerdings, an dem ich das Rad in Betrieb hatte, war ich der festen Überzeugung, dass alles eine große Lüge sei, und dass das Spinnen überhaupt nicht funktionierte. Aber das ging schnell vorbei, schon bald konnte ich auch mit dem Spinnrad dicke Wollwürste produzieren. Zum Glück hat das S10 ein dickes, fettes Einzugsloch, das auch die allerdicksten Wollwürste frisst.

Im Lauf der Zeit und der Spinnkilometer wurde ich dann routinierter, und heute klappt das mit dem Rad schon wirklich gut. Nein, ich kann nicht auf Befehl ein bestimmtes Produkt erzeugen, ich fange einfach an und gucke, was dabei rauskommt. Aber das ist ja schon mal besser als nichts.

Die Handspindel habe ich seither nicht wieder angefasst. Aber ich habe sie noch. Und vielleicht hole ich sie ja demnächst mal wieder raus. Denn Jinx hat eben auf ihrem Blog einen kleinen Ratgeber für das Spinnen mit der Handspindel veröffentlicht. Mit Beschreibung, Bildern und Links auf hilfreiche Videos. Das Rundum-Sorglos-Paket für die angehende Handspinnerin sozusagen.

Sollte es mich wirklich überkommen, das mal wieder auszuprobieren, dann werde ich hier berichten…

 



Gut betucht – oder vielleicht auch nicht?

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Was ich meistens stricke, wenn ich stricke, sind Socken. Die gehen vergleichsweise schnell, das heißt, sie haben eine Chance fertig zu werden, und ich muss inzwischen auch nicht mehr dauernd auf die Anleitung gucken, solange es kein besonders ausgefallenes Muster ist. Da ich im Moment aber fast nur Buntringelndes im Sockenwollevorrat habe, verkneife ich mir aufwendige Muster sowieso, die würden ja eh von den Buntringeln aufgefressen. Meine Größe ist 39. Bleibt also von einem 100-Gramm-Knäuel Sockenwolle doch immer ein erheblicher Rest. Kinderfüße zum Bestricken mit Restmengen gibt es in diesem Haushalt nicht, und die Katzen würden mir was husten, sollte ich versuchen, ihnen Söckchen anzuziehen. Was tun? Resteprojekte.

Eine Fischdecke habe ich schon zweimal angefangen, aber der Gedanken, die vielen Fische dann auch irgendwann zusammennähen zu müssen… ach nee, danke. Lieber etwas am Stück, woran man ab und zu zwei, drei Reihen nadelt, beim Fernsehen oder sonstwo. Also vielleicht ein Tuch.

Angefangen habe ich dann mal ein Heidetuch. Die Anleitung dafür gibt’s übrigens auf deutsch und gratis in Gabis Nähstube. Es ist auch wirklich kinderleicht zu stricken, die Reihen werden länger und länger. Aber ob es mir gefällt, ich muss gestehen, das weiß ich noch nicht so recht. Wahnwitzig begeistert bin ich noch nicht. Na, mal sehen, ob das noch weiter wächst.

Habt ihr schon mal Heidetücher gestrickt? Links zu den fertigen Werken wären mir arg willkommen, dann bekomme ich vielleicht einen besseren Eindruck. Oder habt ihr Alternativen in Petto?

 



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