Auf der Spule (gewesen)

Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt im nicht-übertragenen Sinne am Rad gedreht habe – auf jeden Fall ist es verdammt lange her gewesen. Ich weiß ebenfalls nicht, was mich dazu bewogen hat, in den letzten Tagen mal eben eine Riesenspule vollzuspinnen, aber irgendwie war mir danach.
Schon im letzten Jahr zu Weihnachten hatte ich einen Haufen Schafwolle geschenkt bekommen, der größte Teil weiß, aber auch zwei kleinere Portionen in grau bzw. dunkelbraun. Die Schafrasse ist unbekannt, allerdings war es wohl eher kein neuseeländisches Merinolämmchen … die Fasern fühlen sich eher ein bisschen nach Rauhhaardackel an. Aber dafür lässt sich das Material prima verspinnen, und ich muss ja nicht unbedingt Unterwäsche daraus stricken.
Geplant war, die weiße Wolle mit sich selbst navajozuzwirnen, da auf der anderen Spule gerade ein Rest Seide auf Ideen zur Weiterverarbeitung wartete. Ich bin ein wenig planlos, was das Füllen der Spulen und die Weiterverarbeitung angeht. Navajozwirnen klappte aber nicht, der Faden riss ständig. Hm. Was tun?
Ich bin ja flexibel, und jetzt ruht die Wolle mit der Seide verzwirnt auf der Haspel. Sieht richtig hübsch aus. Das Foto gibt das gar nicht so richtig wieder. Ok, war auch unzureichend ausgeleuchtet.
Was jetzt daraus werden soll, da bin ich mir noch nicht so sicher. Erstmal wird der Strang gewaschen, und dann sehen wir weiter.
































Was sagst du dazu?