Initialen aus Moosgummi als Schlüsselanhänger

Sonntag, 12. Juni 2011. Einsortiert in: Mach was mit irgendwas

Sehr viel oder gar häufig komme ich ja in letzter Zeit nicht zum Basteln. Zu viel anderes steht an – insbesondere Arbeit, die für eine volle Haushaltskasse sorgen soll. Und in Kürze soll diese Arbeit auch noch die Miete für ein Büro im Nachbararort bezahlen. Und weil ich just für dieses Büro seit einigen Tagen den Schlüssel besitze, habe ich mich am langen Pfingswochenende doch glatt noch mal hinreißen lassen, ein bisschen was zu basteln. Mit Moosgummi. Oder zumindest so etwas ähnlichem. Irgendwie hatte ich Moosgummi dicker in Erinnerung, aber da gibt es gewiss auch verschiedene Stärken, oder? Ich hab halt das genommen, was der Baumarkt gerade vorrätig hatte, denn für eine Fahrt in die Stadt zum Bastelladen reichte die Zeit nicht mehr.

Entstehen sollten mehrere Schlüsselanhänger. Denn ich habe nicht nur meine Schlüssel hier, sondern auch die der drei Kollegen, mit denen ich zusammen die Büroetage anmiete. Und damit jeder ein kleines Erkennungszeichen an seinem Schlüsselbund hat, entstanden gleich vier verschiedene Schlüsselanhänger aus Moosgummi.

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, dass es die Anfangsbuchstaben unserer Namen sein sollen, die da am Schlüsselbund baumeln. Die freihändig aus dem Moosgummi zu schneiden, traue ich mir beim besten Willen nicht zu – das Ergebnis wäre vermutlich grenzwertig. Also musste eine Vorlage her, irgendeine Art Schablone. Fündig wurde ich im Schriftartenverzeichnis von dafont.com.

Ich hatte eine ungefähre Vorstellung davon, wie die Schriftart aussehen soll: schön fett und mit dicken Serifen. Ausgesucht habe ich mir die Fette Egyptienne. Dass mein Drucker das Moosgummi direkt bedrucken würde, bezweifelte ich. Also habe ich mir ein Textdokument aufgemacht, die gewünschten Buchstaben eingetippt, auf riesig große Größe eingestellt (ich glaube, es waren 120 Punkt), und ausgedruckt. Dann ausgeschnitten, auf das Moosgummi gelegt, mit dem Bleistift die Form nachgefahren und mit der Schere ausgeschnitten. Eine kleine scharfe Nagelschere ist übrigens hervorragend geeignet, um enge Rundungen sauber auszuschneiden.

Dann noch mit der Ösenzange je eine Öse in die Buchstaben gequetscht, und fertig waren die Schlüsselanhänger aus Moosgummi. Ich nehme zwar an, dass sie im Alltag recht schnell usselig werden, immerhin fliegt so ein Schlüssel in der Tasche rum, fällt auf den Boden und wird häufig begrabbelt. Aber da sie so schnell gebastelt sind, kann man ja auch schnell für Ersatz sorgen. Und kosten tun sie auch fast nichts.

Weitere Schriftarten, die ich in der engeren Auswahl hatte:

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