Das achtzehnte Türchen: Toffee-Experimente

Meine Zahnärztin würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie wüsste, was gestern in meiner Küche los war: Ich habe Toffees gemacht. Und die muss man natürlich probieren. Ausgiebig probieren, es könnte ja sein, dass sich ein schlechtes dazwischenmogelt …
Ich bin nicht ganz sicher, was schwieriger ist: die Toffeereste aus den Zähnen oder dem Topf zu bekommen. Aber die sind leeeeeeeecker!
Mein erster Versuch, das waren die hellen links vorne, gekocht nach diesem Rezept. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich etwas falsch gemacht habe, oder ob das so richtig ist, sie sind jedenfalls ziemlich bröselig geworden. Nach dem Abkühlen konnte ich sie zwar ganz gut einwickeln (siehe links hinten auf dem Bild), aber so richtig überzeugt hat mich die Konsistenz noch nicht. Nach ein paar Minuten Googelei probierte ich dann die zweite Sorte aus. Ein Gedicht! Ein Plombenzieher par excellence! Wenn ein paar übrigbleiben, bis ich heute nachmittag Zeit dafür habe, überziehe ich sie noch mit dunkler Schokolade, das wird dann der Oberknaller. Mjam.
Hier das Rezept:
200 g Sahne
200 g Zucker
50 g Butter
1 EL Instant-Schoko-Cappuccino.
Sahne, Zucker und den Schoko-Cappuccino in einen Topf geben und aufkochen. Ordentlich vor sich hin köcheln lassen, dabei mit einem Holzlöffel immer wieder umrühren. Wichtig: der Topf muss ordentlich groß sein, denn die kochende Zuckermasse kommt ziemlich weit hoch, und das macht erstens eine klebrige Sauerei auf dem Herd und zweitens böse Verbrennungen auf der Haut!
Wenn der Zucker karamellisiert (erkennbar an der Konsistenz- und Farbveränderung und am Geruch, man muss ein bisschen Erfahrung sammeln, dann kriegt man den Zeitpunkt gut raus; ohne Schoko-Cappuccino kann man besser sehen, wie sich die Farbe verändert), die Butter unterrühren.
Aufpassen, dass die Masse am Boden nicht ansetzt, das geht am Ende dann ziemlich fix!
Die Masse, die jetzt ganz zähflüssig wirkt, fast wie ein klebriger Teig, auf eine eingefettete Alufolie kippen, am besten in einer Form, damit an den Seiten nichts überläuft. Kurz abwarten, bis die Oberfläche fester wird, dann mit einem langen Messer “Sollbruchstellen” eindrücken, an denen man die Stücke nach dem Abkühlen auseinanderbrechen kann. Nicht versuchen, jetzt schon alles in Stücke zu schneiden, das geht nicht besonders gut, weil alles am Messer klebt. Die Folie kann man nach dem Abkühlen prima von der Rückseite abziehen.
Tja, und dann je nach Geschmack direkt auffuttern, mit einem Schoko-Überzug versehen oder einzeln verpacken (was sinnvoll ist, weil sie sonst ziemlich aneinander kleben).
Guten Appetit















hallöchen,
ich hab dieses Rezept jetzt schon paarmal auspobiert aber irgendwie bekomme ich keinen blombenzieher hin. entweder die masse ist zu flüssig oder zu krümellig. jetzt hab ich keine ahnung was ich falsch mache. Was bedeutet denn “ordentlich vor sich hin köcheln”? Vielleicht köchle ich ja zu lange oder zu kurz? Wär für einen tipp sehr dankbar.
Hallo Rira,
). Meiner Erfahrung nach heißt zu flüssig = zu kurz gekocht und zu krümelig = zu lang gekocht.
hm, Tipp ist schwierig. Mit “ordentlich” meinte ich, dass es richtig blubbern soll, also nicht nur leise köcheln, sondern schön heiß.
Bei mir klappt es auch nicht immer (und vor allem werden auch nie zwei Portionen genau gleich
Außerdem habe ich inzwischen die Erfahrung gemacht, dass sie nach dem Überziehen mit Schokolade krümeliger sind (und im Lauf der Zeit krümeliger werden) als am Anfang.
werde das Rezept morgen gleich mal ausprobieren, habe aber keinen Instant-Kaffe daheim. Kann ich das Rezept auch ohne Instant-Kaffe machen? evt. mit Kakao? Liebe Grüße
Hallo Josefina,
das habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber das geht bestimmt. Ich würde es einfach mal testen