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Der kleine Fabricant - Mach es einfach!

Tag: gelb

Mal eine ungewöhnliche Schachtel basteln

Mal eine ungewöhnliche Schachtel basteln

Jedes Jahr zu Weihnachten stelle ich mir die Frage, wie ich meine Geschenke einpacke. Klar, ein Buch oder ähnliches kann man einfach in Geschenkpapier einwickeln. Aber wie verpackt man auf nette Art eine Kleinigkeit wie eine selbstgemachte Seife, oder ein paar selbst gebackene Plätzchen?

Die Antwort ist gar nicht sooooo schrecklich schwer: einfach eine Schachtel basteln. Und da gibt es viele Möglichkeiten. Ein paar habe ich hier im kleinen Fabricanten ja schon vorgestellt. Zum Beispiel die klassische Origami-Schachtel, eins der allerersten Bastelprojekte hier im Fabricanten.

Aber es gibt ja so unendlich viele Möglichkeiten. Im Netz finden sich zahlreiche Vorlagen für die unterschiedlichsten kleinen Schachteln, alle perfekt zum selbst Basteln geeignet. Ab und zu werde ich mal die eine oder andere Schachtel basteln und vorstellen.

Heute ist ein ganz ungewöhnliches Modell dran: Eine rechteckige Bodenform, ergänzt durch elegant geschwungene Seitenwände und einen raffinierten Verschluss. Genau das Richtige, um eine klitzekleine Kleinigkeit zum Verschenken darin zu verpacken. Die Anleitung und die Vorlage zum Runterladen und Ausdrucken gibt’s bei Stampington & Company. Ist zwar auf englisch, aber praktisch selbsterklärend. Einfach die Vorlage auf schönes Papier ausdrucken und ausschneiden. Durchgezogene Linien werden ausgeschnitten, gestrichelte Linien gefaltet. Der Rest ergibt sich ganz von allein. Oder, und das ist die zweite Möglichkeit, diese Schachtel zu basteln: auf weißes Papier ausdrucken und nach Lust und Laune verzieren. Bestempeln, bemalen, bekleben, was auch immer gerade zur Hand ist.

Noch zwei Tipps: wenn man die Linien am Boden nicht faltet, sondern nur vorsichtig leicht biegt, sieht die Schachtel eleganter aus. Und wenn man sie größer haben möchte: Einfach vergrößert ausdrucken, wenn der Drucker eine solche Funktion unterstützt, oder per Kopierer eine Vorlage vergrößern, ausschneiden und dann mit einem Bleistift die Form auf das eigentliche Papier übertragen.

Wie immer gilt: je fester das Papier, desto stabiler die Schachtel, und desto größer kann man sie basteln.

Also, auf geht’s zum weihnachtlichen Schachtel-Basteln!

 



Ein Regenbogen-Mobile

Farbenfrohes Mobile aus Holz
Foto: Emily Neuburger / red bird crafts, mit freundlicher Genehmigung.

 

Ist dieses Mobile nicht superschön? Und so einfach! Holzscheiben oder dicke Pappe, Regenbogenfarben, ein bisschen Zeit und schwupps, hat man diese schöne Deko fertig. Das ist bestimmt auch ein schönes Projekt mit Kindern. Oder man macht Varianten davon: eine Reihe mit unterschiedlich hellen Tönen der gleichen Farbe zum Beispiel, wenn man es nicht ganz so bunt mag. Ich muss bei Gelegenheit mal auf die Suche gehen, irgendwo in meinem Fundus müsste ich noch runde Holzscheiben haben. Wenn ich nur wüsste wo? Egal, die tauchen schon wieder auf. Und dann weiß ich ja, was ich zu tun habe!

Die Original-Anleitung gibt’s übrigens von Emily Neuburger in ihrem Blog red bird crafts, und da könnt ihr auch noch eine weitere Aufnahme von diesem Regenbogen-Mobile bewundern. Viel Spaß dabei!

 



Osterei, marmoriert.

Marmoriertes Osterei

Hier mal etwas aus der diesjährigen Eigenproduktion. Ich habe mich zum ersten Mal an Marmorierfarben versucht. Eigentlich ist das ganz einfach: Wasser in Gefäß, Farbe auf Wasser, bisschen Rühren, Gegenstand eintauchen und rausziehen, fertig.

Eigentlich.

In der Praxis ist das alles ein bisschen schwieriger.

  1. Gefäßgröße vs. Objektgröße. Nach einigen Experimenten kam ich zu dem Schluss, dass es am besten ist, wenn der Radius der Oberfläche des Gefäßes der Länge der Längsachse des Eies entspricht. Ein bisschen mehr vielleicht. Aber nicht viel.
  2. Eierstempel. Lästig. Das Legedatum interessiert bei ausgeblasenen Eiern ja nicht so sehr. Kriegt man den Stempel irgendwie ab? Hier im Foto habe ich ihn natürlich nach hinten gedreht, aber sichtbar ist er unter der Marmorierung schon.
  3. Löcher im Ei. Teil des Marmoriervorgangs ist es, das zu marmorierende Objekt unter Wasser zu tauchen. Ich war mir nicht sicher, was passiert, wenn das Ei an beiden Seiten Löcher hat – darum habe ich nur am “dicken” Ende eines reingemacht und den Inhalt “herausgeschüttelt”. Das geht erstaunlich gut, wenn man zuvor mit einem Schaschlikstäbchen oder ähnlichem Werkzeug den Dotter kaputtmacht und ordentlich im Ei rumrührt.
  4. Hohles Ei. Bei den ersten Versuchen mit den Marmorierfarben habe ich Steine marmoriert. die gehen im Wasser unter wie… naja, wie Steine halt. In dem Fall brauchte ich nur eine kleine Vorrichtung aus zurechtgebogenem Draht, um sie wieder herauszubekommen. Hohle Eier hingegen, die mit dem Loch nach oben ins Wasser getaucht werden sollen, gehen nicht so leicht unter. Respektive gar nicht. Was tun? Ich habe letztlich mit einem Stöckchen nachgeholfen, das ich von oben in das Ei eingeführt und es damit nach unten gedrückt habe. Verlangt ein wenig Fingerspitzengefühl und kein zu dünnes oder spitzes Stöckchen. Eier gehen von innen leichter kaputt als von außen. Fragen Sie ein Küken, wenn Sie mir nicht glauben.
  5. Aufhängen zum Trocknen. Die Farbe, wenn sie einmal auf dem Objekt haftet, bleibt da auch ganz gut drauf. Vielleicht hätte ich die Eier auch einfach mit den Fingern anpacken können. Allerdings ist die Farbe, solange sie nicht getrocknet ist, schrecklich klebrig. Ich wollte also lieber so wenig wie möglich mit der frischmarmorierten Oberfläche in Kontakt kommen. Die Lösung: aufgebogene Büroklammern, längs durch das Loch ins Ei eingeführt, dann quergestellt, mit einem Faden dran. Oder einfach ein Stück Zahnstocher mit Faden dran. So kann man das Ei nach dem Tauchvorgang sofort an den bereitgestellten Ständer zum Trocknen aufgehängt werden.
  6. Ständer zum Trocknen. Fantastisches Hilfsmittel, wenn man ihn aufgestellt hat, bevor man mit tropfendem Ei in der Hand panisch um sich schaut.

Ich glaube, das war es so in etwa. Nächstes Jahr gehe ich dann damit in Serie…

 



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