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Der kleine Fabricant - Mach es einfach!

Tag: Naturmaterial

Auf der Spule (gewesen)

wolle-seide

Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt im nicht-übertragenen Sinne am Rad gedreht habe – auf jeden Fall ist es verdammt lange her gewesen. Ich weiß ebenfalls nicht, was mich dazu bewogen hat, in den letzten Tagen mal eben eine Riesenspule vollzuspinnen, aber irgendwie war mir danach.
Schon im letzten Jahr zu Weihnachten hatte ich einen Haufen Schafwolle geschenkt bekommen, der größte Teil weiß, aber auch zwei kleinere Portionen in grau bzw. dunkelbraun. Die Schafrasse ist unbekannt, allerdings war es wohl eher kein neuseeländisches Merinolämmchen … die Fasern fühlen sich eher ein bisschen nach Rauhhaardackel an. Aber dafür lässt sich das Material prima verspinnen, und ich muss ja nicht unbedingt Unterwäsche daraus stricken.

Geplant war, die weiße Wolle mit sich selbst navajozuzwirnen, da auf der anderen Spule gerade ein Rest Seide auf Ideen zur Weiterverarbeitung wartete. Ich bin ein wenig planlos, was das Füllen der Spulen und die Weiterverarbeitung angeht. Navajozwirnen klappte aber nicht, der Faden riss ständig. Hm. Was tun?

Ich bin ja flexibel, und jetzt ruht die Wolle mit der Seide verzwirnt auf der Haspel. Sieht richtig hübsch aus. Das Foto gibt das gar nicht so richtig wieder. Ok, war auch unzureichend ausgeleuchtet.

Was jetzt daraus werden soll, da bin ich mir noch nicht so sicher. Erstmal wird der Strang gewaschen, und dann sehen wir weiter.

 



Buchvorstellung: Weiden flechten. Mit Verlosung!

Autorin: Birgit Østergaard-Jensen
Gebunden, 119 Seiten
Verlag: Frech-Verlag.
Erste Auflage 2006
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3772455069
ISBN-13: 978-3772455063
Heute gibt es ein Novum im kleinen Fabricanten: eine Buchvorstellung mit Verlosung. Ja, genau, ich verlose unter allen, die bis zum 28. September 2009, 23:59 Uhr diesen Beitrag hier kommentieren, genau dieses Buch. Einmal. Ich hab nur eins davon hier. Leider. Denn eigentlich würde ich es gern einmal verlosen und einmal behalten. Aber gut, jetzt habe ich es angekündigt, da führt nun kein Weg mehr zurück.

Zunächst mal muss ich sagen: An diesem Buch ist nichts irgendwie kitschig oder bäh. Kitsch ist ja manchmal ok, wenn er bewusst eingesetzt wird, in vielen Bastelbüchern ist er meiner Meinung nach aber eher versehentlich drin und damit bäh.

Das mal als Vorrede. Worum geht es also? Der Titel des Buches sagt es schon ganz treffend, es geht um das Flechten von bzw. mit Weiden. Auf der Titelseite kann man schon gut einige der vorgestellten Projekte sehen. Und sehenswert sind die allesamt. Ehrlich. Nach einer kurzen Einführung in das Grundsätzliche (welche Materialien brauche ich, welches Werkzeug, wie sieht ein guter Arbeitsplatz für das Weiden flechten aus, was sind die wichtigsten vorbereitenden Handgriffe) geht es direkt mit den Projekten los. Wo immer passend, erklärt die Autorin im Zusammenhang mit einzelnen Projekten bestimmte Techniken. Zum Beispiel so interessante Dinge wie das Wurstgeflecht (ergibt einen superoberschönen Zaun), Fitching (superoberschöne Seifenablagen!) oder Japanisches Auge (superoberschöne Zusammenbinde-Technik).

Dabei sind die Anleitungen für diese Techniken schrittweise und gut nachvollziehbar beschrieben sowie mit Fotos und Zeichnungen erklärt.

Viele der Projekte sind für draußen: Gartenzäune, kleine Beetabgrenzungen, Rankgerüste, Vogelfutterhäuschen, Fackelhalter und vieles mehr. Aber auch Klassiker wie verschiedene Körbe und Schalen sind beschrieben. Und keins der Stücke ist irgendwie langweilig – jedes hat eine besondere Form oder ein besonders pfiffiges Detail zu bieten. Allein schon die Namen für die Projekte: Wer möchte kein Sonnenscheintablett? Oder eine Himmlische Schale? Oder ein Vogelcafé?

Ich schon. Und darum müsste ich jetzt eigentlich inständig darum bitten, dass hier niemand einen Kommentar hinterlässt, damit ich das Buch nicht verschicken muss, sondern selbst behalten kann. Aber vermutlich tut ihr mir den Gefallen nicht, oder?

Tja, da muss ich jetzt wohl durch. ;-)

Übrigens: Das Exemplar, das hier zur Verlosung kommt, ist natürlich nagelneu und nur von mir durchgeguckt, damit ich es hier auch vorstellen kann.

Noch weitere Infos zum Buch sowie zu vielen anderen Büchern aus dem gleichen Verlag gibt es entweder bei Amazon oder direkt beim Verlag.

 



Pilze!

sporeprint
Foto: Margaret Oomen / Resurrection Fern, mit freundlicher Genehmigung.

 

Ich bin ein großer Fan von Pilzen. Ja, ehrlich. Ich mag sie. Eine Zeit lang habe ich Pilzportraits fotografiert. Dazu muss man mit dem Bauch am Boden durch den Wald robben, aber das Ergebnis lohnt. Pilze haben ihre ganz eigenen Persönlichkeiten.

Und sie haben Sporen.

Welch schöne Kunst man damit fabrizieren kann, zeigt uns Margaret Oomen in ihrem Blog Resurrection Fern. Und die Sporenbilder sind auch ganz leicht hergestellt. Sie erklärt das genau im verlinkten Post. Habt Ihr sowas schon mal gemacht? Mir war die Technik komplett neu, aber ich muss das unbedingt mal ausprobieren. Für mich als Pilzfan ist das doch genau das Richtige.

 



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